Tinder führt Face-to-Face Video ein
Die beliebte Dating-App Tinder schafft die Möglichkeit, sich von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen. Wenn beide einverstanden sind, ist ein Gespräch via Face-to-Face Video möglich. bild: pixabay

Face-to-Face Videotelefonie bei Tinder: Getestet & für gut befunden

Es ist Herbst geworden im Pandemiejahr 2020. Der Bund und die Länder haben für November weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung des Coronavirus stark einzudämmen. Das große Ziel ist es, die persönlichen Kontakte um 75 % zu reduzieren, damit wir alle im Dezember die Weihnachtsfeiertage im Kreise unserer Liebsten genießen können. Unabhängig davon, aber genau zum richtigen Zeitpunkt, hat die nach wie vor sehr beliebte Dating-App Tinder für Deutsche Nutzer die Möglichkeit geschaffen, sich bei einem Videotelefonat von Angesicht zu Angesicht kennenzulernen. Alternativ können Singles auch das erst kürzlich in Europa eingeführte Facebook Dating nutzen, um an den gesetzlich verordneten einsamen Abenden zu Hause Gleichgesinnte zu finden. Tinder hat die Face-to-Face Flirts seit Juli in folgenden 13 Ländern getestet: USA, Brasilien, Australien, Spanien, Italien, Frankreich, Vietnam, Indonesien, Korea, Taiwan, Thailand, Peru und Chile.

Tinder hat sich einiges einfallen lassen, um unerwünschte Anrufe zu unterbinden

Wie beim Matching müssen beide aktiv Ihre Zustimmung für ein gemeinsames Videotelefonat geben, bei jedem Match aufs Neue. Dazu wird das Videosymbol oberhalb des Chats gedrückt und die Funktion aktiviert. So ist es aktiv steuerbar, von wem man angerufen werden kann – und von wem nicht. Für den Fall, dass eine Person zu aufdringlich ist, gibt es die Möglichkeit, dessen Zustimmung genauso schnell und unkompliziert wieder zurückzunehmen. Damit sich beide von ihrer Schokoladenseite zeigen können, wird der Bildschirm fair 50/50 geteilt. Damit neben der Romantik auch die Privatsphäre nicht zu kurz kommt, werden die Gespräche nicht aufgezeichnet.

Komfort und Sicherheit für den Nutzer genießen höchste Priorität. Aus diesem Grund müssen neue Grundregeln akzeptiert werden, um Face-to-Face nutzen zu können. Diese untersagen es, so manche Körperstelle per Video zur Schau zu stellen. Nacktheit ist verboten, genau wie Mobbing, Hass und Rassismus. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Sanktionen rechnen. Tinder erkundigt sich nach jedem Telefonat aktiv, ob sich der Gesprächspartner regelkonform verhalten hat. Wenn das nicht der Fall ist, kann weiteren Telefonaten direkt widersprochen werden.

Die wichtigsten Infos zur neuen Videofunktion von Tinder auf einen Blick

  • Genau wie bei einem Match muss einem möglichen Videotelefonat zugestimmt werden – bei jedem Match aufs Neue
  • Die Zustimmung kann jederzeit widerrufen werden
  • Um die Funktion nutzen zu können, müssen die Nutzer neue Grundregeln akzeptieren
  • Tinder fragt nach jedem Videocall, ob alles in Ordnung war und ob man erneut mit der Person telefonieren will
  • Die Telefonate werden nicht aufgezeichnet
  • Der Bildschirm wird fair halbiert: Die Nutzer sehen 50 % vom Gegenüber und 50 % von sich selbst
Schreibe einen Kommentar

jetzt den KLICK.NEWS Newsletter abonnieren

Und wir halten Dich immer auf dem aktuellen Stand!

Diese Beiträge könnten Dich auch interessieren:

Werbung verändert sich: weitere Tracking-Einschränkungen bei Google

Google hat in einem Blogbeitrag erneut verkündet, das Tracking von Nutzern und personalisierte Werbung zukünftig zu unterlassen. Einen besonderen Anlass dazu gab es nicht, die Ersatz-Technologie wurde bereits im Januar angekündigt. Wenn mit der Mitteilung das Ziel verfolgt wird, dass viel über das Ende der personalisierten Werbung beim Suchmaschinengiganten berichtet wird, ist der Plan aufgegangen.

der NETFLIX Effekt – und was Online Marketer daraus lernen können

Es war eigentlich noch nie besonders schlau einzelne Online Marketing Disziplinen quasi als Individualsportart zu betrachten. Nur wer im Team disziplin- und kanalübergreifend agiert, kann und wird langfristig Erfolg haben. Der NETFLIX Effekt beschreibt dies eindrücklich und zeigt auf, wie sich unterschiedliche Kanäle gegenseitig synergetisch befruchten können.

Kartellrechtsverstoß: Kooperation des Gesundheitsministeriums mit Google verboten

Das Gesundheitsministerium & Google hatten im Rahmen der Informationspolitik während der Pandemie eine umstrittene Vereinbarung getroffen. Dadurch hatte sich die Plattform NetDoktor.de benachteiligt gefühlt und Klage eingereicht. Jetzt hat das Landgericht München I die Kooperation als Kartellrechtsverstoß eingestuft und nachträglich verboten.

Semrush geht an die Börse

Semrush – Tool-Anbieter und Plattform für Online-Sichtbarkeit- gab am Montag seinen Börsengang bekannt: das U.S.-Unternehmen soll an der New Yorker Börse unter dem Tickersymbol “SEMR” notiert werden. In der Registrierungserklärung wurden spannende Zahlen, Chancen und Risiken veröffentlicht.