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Microsoft gab diese Woche bekannt, 83 physische Stores zu schließen und komplett auf den Online Vertrieb zu setzen. Selbst erst kürzlich eröffnete Stores in wie auf der Fifth Avenue in Manhatten schließt der Technologieriese.

Übrig bleiben nur die Stores in London, New York, Sydney und Redmon und Washington. Diese werden zukünftig allerdings nicht mehr als Verkaufsflächen dienen, sondern als Erlebniszentren fungieren. In den neuen Erlebniszentren sollen Kunden die neuesten Technologien und Entwicklungen von Microsoft erleben können.

Der Software Pionier zeigt mit diesen drastischen Maßnahmen sehr deutlich, dass selbst Großkonzerne vor den Auswirkungen der Pandemie nicht befreit sind. Ein gutes Change Management ist in solch ungewissen Zeiten besonders wichtig. Unternehmen dürfen sich auch vor massiven Veränderungen nicht fürchten.

Mit der neuen Strategie möchte sich Microsoft noch stärker auf ihren Online Shop konzentrieren. Laut Aussagen von Microsoft sind ca. 1,2 Milliarden Besucher jeden Monat auf den microsoft.com und xbox.com unterwegs.

„Unsere Online-Verkäufe sind gestiegen, da sich unser Produktportfolio zu weitgehend digitalen Angeboten entwickelt hat und unser talentiertes Team nachweislich erfolgreich Kunden über jeden physischen Standort hinaus bedient.“

David Porter, Microsoft corporate vice president

Laut Angaben von Microsoft wird die Schließung der Stores eine Steuerbelastung von rund 450 Millionen USD generieren. Keine kleine Summe. Langfristig sollen sich die Schließungen allerdings wieder rechnen. Eine harte aber strategisch kluge Entscheidung.

Zu Entlassungen von Mitarbeitern soll es jedoch aufgrund der Schließungen nicht kommen, so Microsoft.

Microsoft’s Geschichte im Einzelhandel

Im Jahr 2009 eröffnete Microsoft nach der Einstellung von David Porter, einer ehemaligen Führungskraft von Walmart, seinen ersten offline Store in Scottsdale Arizona, zeitgleich mit der Einführung des Betriebssystems Windows 7.

Im Rahmen der Marktstarts des Windows Phones im Jahr 2011 eröffnete das Unternehmen dann einen Store im Silicon Valley, welcher vom Design stark an die Stores von Konkurrent Apple angelehnt war.

Die Anzahl der Geschäfte wuchs zu Hochzeiten in den letzten zehn Jahren auf bis zu 116 Standorte weltweit, allein 106 davon in den Vereinigten Staaten.

Zehn Jahre später wird die Anzahl der Geschäfte schlagartig wieder auf null gesetzt!

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