Microsoft will TikTok übernehmen

TikTok ist momentan die Trend-App für die Zielgruppe im Alter von 13 bis 24 Jahren. Mit weltweit knapp 1 Mrd. Nutzer hat die App ein beachtliches Wachstum in den letzten Jahren gezeigt. Facebook hat im Vergleich fast doppelt so lange gebraucht, um diese Anzahl an Nutzern zu erreichen. Nun möchte der Softwarehersteller Microsoft das Geschäft von TikTok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland übernehmen.

Obwohl der US-Präsident Donald Trump die App verbieten möchte, gab Microsoft am Sonntag bekannt, mit ByteDance (dem chinesischen Eigentümer von TikTok) in Gesprächen über eine mögliche Übernahme zu sein. Nach Aussagen des Softwareriesen soll bis zum 15. September ein Deal zustande kommen. Der straffe Zeitplan kann am Weißen Haus liegen. Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf Insider, dass Donald Trump ByteDance eine Frist von nur 45 Tagen für den Verkauf an Microsoft gesetzt hat.

TikTok bzw. ByteDance steht folglich unter enormen Druck, da das US-Geschäft aufgrund der Sicherheitsbedenken des Weißen Hauses ansonsten ein schnelles Ende finden würde. Überwacht werden die Verhandlungen zwischen Microsoft und ByteDance vom amerikanischen Ausschuss für Auslandsinvestitionen. Der Ausschuss behält sich dabei ein Veto Recht gegen den Deal vor.

Der US-Präsident Donald Trump ist von den Übernahmeplänen von Microsoft nicht begeistert und äußerte sich dazu ablehnend. Microsoft nahm dazu Stellung und gab bekannt, sich über die Relevanz der Einwände von Trump im Klaren zu sein und diese bei den Verhandlungen zu beachten.

Donald Trumps Außenminister Mike Pompeo erklärte, das die US-Regierung innerhalb weniger Tage gegen TikTok und weitere chinesische Apps vorgehen werde. Dem Nachrichtensender Fox News gegenüber gab Pompeo bekannt, dass Trump nach seiner Aussage “Jetzt ist genug” nun zur Tat schreiten werde. Als Begründung für das schnelle Vorgehen nannte Pompeo die Risiken der nationalen Sicherheit, welche durch die Nutzung von TikTok ausgehe. Die US-Regierung befürchtet, dass über TikTok Daten von US-Bürgern an die kommunistische Partei Chinas geraten. Bis Sonntag wollte Trump die App verbieten, geschehen ist bisher allerdings noch nichts. Wie genau ein Verbot der App durchgesetzt werden soll ist ebenfalls noch unklar.

Fakt ist, das TikTok für Microsoft ein spannender Zukauf wäre. Der Techriese hätte so Zugang zu einer sehr jungen und attraktiven Zielgruppe. Allein in den USA hat TikTok ca. 80 Millionen aktive Nutzer pro Monat. Im Vergleich: Facebook verzeichnet 253 Millionen aktive Nutzer pro Monat. Allerdings wurde Facebook bereits 2004 gegründet, TikTok hingegen erst 2016.

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