clubhouse App - joinclubhouse.com
Der Clubhouse-Hype ist nun auch in Deutschland angekommen. Die neue Clubhouse App gibt es kostenlos, aber man kommt mit Invite rein.

Die Clubhouse App ist erst seit wenigen Wochen am Markt und sorgt trotz Beta-Phase mit rasant steigenden Nutzerzahlen für einen regelrechten Hype im Bereich der Kommunikations-Apps. Die Erfinder und Gründer der Clubhouse App bedienen sich dabei vor allem klassischer Tricks aus der Konsumpsychologie, allen voran die sogenannte “künstliche Verknappung”. Interessierte Nutzer können sich nicht einfach so registrieren und mitmachen, sondern müssen von anderen Clubhouse-Usern eingeladen werden. Jedes neue Clubhouse-Mitglied bekommt zu Beginn einen einigen Invite und muss sich daher genau überlegen, wer die Einladung bekommen soll. Aktivität wird zusätzlich belohnt: wer oft online ist und neue Räume eröffnet bekommt dann später zusätzliche Invites.

Schlau gemacht und brilliant exekutiert: die Invites sind scheinbar so exklusiv, dass sie mittlerweile bereits für zweistellige Beträge im Netz gehandelt werden. Die Macher nennen Clubhouse auch liebevoll “invite-only Chatroom App”. FOMO at its best: nur nichts verpassen und immer auf dem neuesten Stand sein. Wer soziomedial vernetzt ist, will dabei sein. Der Plan der beiden Gründer ging bisher auf. Und nun sollte auch jedem so langsam klar sein, warum eine Audio-Chat-App dann “Clubhouse” heißt. Das Prinzip Social-Recommendation wird hier in reinstform angewandt.

Invites und Funktionen

Statt hier lange in Textform zu erklären, wie das mit den Invites für Clubhouse läuft und was die App alles kann, hier ein Video dazu:

Was ist Clubhouse und was kann die App?

Im Grunde ist Clubhouse eine neue Social Media Plattform bzw. ein soziales Netzwerk. Nur eben nicht im klassischen Sinne wie Facebook & Co., sonder rein audiobasiert, eine Social Audio App. Und auch darin mag der raketenthafte Aufstieg und Erfolg begründet sein, denn eine solche App gibt es bis dato nicht auf dem Markt. Aktuell gibt es auf joinclubhouse.com außer der Info “Hey, we’re still in private beta but are working hard to open things up soon!” noch nicht viel zu sehen.

Erfolgsfaktoren der Clubhouse App

Einzigartigkeit führt in der Regel immer dazu, dass sich ein gewisser Erfolg einstellt, manchmal einfach auch mangels Alternativen. Das wäre aber zu einfach und trifft auch nicht den Kern im Falle von Clubhouse. Die App ist nicht nur komplett neu, sondern auch sehr intuitiv und schnell bedien- und erlernbar. Kein unnötiger Schnickschnack, keine Möglichkeit andere Formate wie Text oder Video zu nutzen. Keep it simple als Erfolgsfaktor.

Und: die App macht Spaß! Wir haben natürlich bereits einen Account und in den vergangenen Tagen ausführlich getestet mit einem sehr positiven Fazit.

Nachteile der Clubhouse App

Neben all den positiven Eindrücken, gibt es natürlich auch einige Schattenseiten, die nie ausbleiben werden, wenn sich hunderttausende Individuen digital treffen. So werden viele der Räume, die auf den ersten Blick inhaltlich interessant klingen, vornehmlich dazu genutzt, eigene Produkte, Dienstleistungen oder die Person als solche zu vermarkten. Vor allem in größeren Räumen mit mehr als 50 Teilnehmern/Zuhörern kann es dann schnell, dazu kommen, dass die Gespräche und Diskussionen hektisch und laut werden. Dennoch ist es aber am Ende des Tages ja jedem selber überlassen auch eigene Räume zu eröffnen und dort nur Friends & Family einzuladen.

Ein großer Kritikpunkt ist die Verfügbarkeit, denn auf Android-Phones kann man die App nicht installieren, es sei denn man schafft irgendwelche zwielichtigen Workarounds mit sogenannten Emulatoren, die quasi das IOS-Betriebssystem simulieren.

Die teilweise mangelnde Netzabdeckung ist ebenfalls zu nennen, allerdings ist das kein Problem der App an sich, sonder der verfügbaren Infrastruktur des Nutzers. Dennoch ist es anstrengend jemandem zuzuhören, wenn die Qualität mies ist. Man kennt das ja auch aus Videokonferenzen.

Was aktuell noch offen bleibt: wird es die App auch für andere Devices oder mit einer Weboberfläche geben? Das wäre mit Sicherheit sehr praktisch, weil man die Räume dann auch auf dem Laptop unterwegs nutzen könnte.

Seit wann gibt es die Clubhouse App?

Die App gibt es seit März 2020, der Hype ist aber erst jetzt in Deutschland angekommen. Hinter der App stecken die beiden Start-Sup-Gründer Rohan Seth und Paul Davison mit ihrem Unternehmen Alpha Exploration. Die Clubhouse App wurde übrigens schon während der Beta-Phase mit satten 100 Millionen US-Dollar bewertet und das Investmenthaus Andreessen Horowitz hat einen Großteil der Entwicklungskosten mit einem Invest von 12 Millionen Dollar unterstützt.

Solche Bewertungen sind natürlich immer fraglich, aber im Kern hat dabei wohl ein wichtiger Punkt die größte Rolle gespielt: Zielgruppe Apple-User! Machen wir uns nichts vor, solche Social-Media-Apps und -Plattformen leben am Ende des Tages von den Nutzerdaten. Clubhouse hat es mit seiner Ausrichtung aber eben geschafft, wirklich auf eine der bestverdienenden Zielgruppen überhaupt zu fokussieren. Und das haben auch die Investoren sehr schnell erkannt.

Fazit zur neuen Drop-In-Audio App

Clubhouse birgt definitiv Suchtpotential, sofern man dort mit den richtigen Mensche vernetzt ist und die Räume durchdacht organisiert. Uns macht die Nutzung wirklich Spaß und die Einfachheit hat überzeugt. In den letzten Tagen haben wir viele spannende Sessions in toll besetzten Räumen erlebt. Das macht Lust auf mehr. Aber wir werden die Entwicklung auch mit Argusaugen betrachten, denn auch Clubhouse bietet Menschen eine Plattform! Auch denen, die keine verdient haben, oder die Stage für Hetze, Hass und Falschinformation nutzen.

See you there: wer sich dort mit uns vernetzen möchte und glücklicher Besitzer eines Invites oder Zugangs ist, ihr findet uns unter diesem digitalen Kürzel @contentking .

Screenshots aus der App

Anbei noch einige Bilder bzw. Screenshots der App:
Clubhouse App Introscreen Clubhouse App Raum erstellen Clubhouse App Profil

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