Facebook Suche jetzt mit Knowledge Graph
Google hatte bereits 2012 die Suchergebnisse mit dem sogenannten Knowledge-Graph angereichert. Jetzt zieht Facebook nach und updated die Darstellung in der eigenen Suche.

Wenn es um Suchmaschinen geht, nennen Nutzer eigentlich eher die bekannten Größen wie Google oder BING. Manchmal auch noch YouTube als größte Suchmaschine für Bewegtbild aka Videos. Nutzer suchen aber immer da, wo sie gerade unterwegs sind oder die meiste Online-Zeit verbringen: und bei vielen ist das dann eben Facebook. Jetzt hat Facebook der Nutzung Sorge getragen und die Suchergebnisseiten mit Zusatzinformationen (dem sogenannten Knowledge Graph) angereichert. Das Portal SocialMediaToday hatte bereits vor 2 Tagen darüber berichtet.

Darstellung des Knowledge Graphs

Ähnlich wie bei einer Google-Suche erscheinen jetzt zusätzliche Informationen zu gesuchten Personen. In einer Testsuche nach “Bill Clinton” ergibt sich folgendes Bild:

Facebook User sehen neuerdings nicht nur die Suchergebnisse in Form von Profil-Links, sondern bekommen zusätzliche Informationen zur Person.

Welche Ergebnisse erscheinen im Knowledge Graph der FB-Suche?

Beim Testen der Suche fallen einige interessante Punkt auf: in der Suche innerhalb eines deutschen Profils, eingeloggt in Deutschland (eindeutige IP in Frankfurt), bekommen User zwar den Knowledge Graph für “Bill Clinton”, allerdings in englischer Sprache.

Zum Vergleich: bei einer entsprechenden Google-Suche erscheinen dort ebenfalls die richtigen Information zur Person, allerdings in deutscher Sprache.

Facebook Knowledge Graph nur für US-Prominente?

Tests haben ergeben, dass der Facebook Knowledge Graph zunächst nur für prominente Personen zu funktionieren scheint. Bei der Suche nach großen Marken, gibt es derzeit noch keine Zusatzboxen (getestet für die Suche nach “Mercedes”, “Mercedes Benz”, “Shell”, “McDonalds” etc.). Google liefert hier im Gegensatz zu Facebook entsprechen Knowledge Panels mit Infos zu den Marken aus.

Und auch für Promis funktioniert das noch nicht immer reibungslos: bei der Suche nach “Helmut Kohl” bleibt die Zusatzinfo allerdings leer.

Auch wenn zunächst die Vermutung nahe liegt, dass es keine Auslieferung des Knowledge Graphs für verstorbene Personen geben könnte: der Gegenbeweis liegt vor! Für die Suche nach dem bekannten Schriftsteller George Orwell (gestorben 1950) gibt es Zusatzinfos.

Verlinkungen aus dem Knowledge-Graph

Wenig überraschend verlinkt Facebook aus den Knowledge-Graph-Daten auch auf entsprechende Instagram-Accounts. Sucht ein Nutzer z.B. nach “Angela Merkel” gelangt er von dort aus direkt auf Frau Merkels Account.

Die Daten in den Zusatzinformationen stammen aller Voraussicht nach von (der englischen) Wikipedia. Es wird außerdem gemutmaßt, dass Facebook dieses Update auch im Rahmen der Fake-News-Prävention und dem Kampf gegen Desinformation angestoßen hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

jetzt den KLICK.NEWS Newsletter abonnieren

Und wir halten Dich immer auf dem aktuellen Stand!

Diese Beiträge könnten Dich auch interessieren:

Facebook: Schluss mit feucht-fröhlicher Datensammlung nach BGH-Urteil

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden: Facebook muss die Zusammenführung von Nutzerdaten aus Facebook, WhatsApp, Instagram und Co. vorerst beenden. Damit wird ein anderes Urteil aus dem Jahr 2019 zusätzlich bekräftigt.

LinkedIn ändert die Algorithmen für den Feed

LinkedIn beachtet in den Algorithmen nun die Aufenthaltsdauer, um ihren Usern bessere Inhalte im Feed ausspielen zu können. Wir zeigen Dir, wie der Algorithmus bisher funktionierte und was sich nun ändert.

Facebook: Datenpanne trotz eigener Auflagen

Mit dem Datenmissbrauch rund um Cambridge Analytica und Facebook ereignete sich 2018 einer der wohl größten Datenschutz-Skandale überhaupt. Jetzt räumte Facebook ein, erneut gegen eigene Auflagen verstoßen zu haben.

Umfrage: was hältst Du vom neuen Sprachnachrichten-Feature von Twitter?

Love it or hate it: Sprachnachrichten sind für vielen Nutzer ein sehr praktisches und häufig eingesetztes Feature, nicht nur auf Twitter. Auf anderen modernen und angesagten Kommunikationskanälen, wie z.B. Whatsapp, sind Sprachnachrichten mittlerweile Standard. Wie siehst Du das?