Marco Janck im Interview zur ODC World
Die Landschaft der Digital-Konferenzen hat sich 2020 radikal verändert: auf Grund der Pandemie müssen vor Ort Events ausfallen, eine mittelfristige Planung für 2021 ist fast unmöglich. Marco Janck hat deshalb nicht lange gezögert und die ODC ins Leben gerufen.

Die Online-Marekting-Event und -Konferenz-Veranstalter stehen seit der weltweiten Corona-Pandemie vor vielen Herausforderungen: weniger Reisetätigkeit, Teil-Lockdowns, keine Hotelzimmer und sehr vorsichtige potentielle Kunden.

Kombiniert mit einem zeitlich sehr undurchschaubaren und unsicheren Planungshorizont ist die aktuelle Lage eine große finanzielle Herausforderung und birgt ein hohes Risiko.

ODC open digital city von innen
So sieht es aktuell bei einem ersten Rundgang in der ODC aus. Standort: SEO District

Ein Berliner Unternehmer und langjähriger Konferenz-Veranstalter geht seit gestern neue Wege und sieht die Veränderungen nicht als Bedrohung, sondern auch als Chance. Mit der ODC (open digital city) will Marco Janck die Online Marketing Event-Welt grundlegend verändern. Wir haben ihn dazu befragt:

Hallo Marco, stell Dich doch mal kurz für die klick.news-Leser vor! Wer bist Du und wie kam es zu der Idee?

Ich bin Marco Janck. 51 Jahre alt, verheiratet und stolzer Vater eines 20-jährigen Sohnes. Ich war seit meinem 16. Lebensjahr Polizist in Berlin und habe mich 1998 das erste Mal nebenberuflich selbstständig gemacht. 2011 habe ich dann den Job als Polizist an den Nagel gehängt und eine Online-Marketing Agentur gegründet, die auf den Namen SUMAGO hört. Schon, als ich noch nebenberuflich selbständig war, habe ich auch besondere Events in der Online-Marketing Welt organisiert (SEO CAMPIXX und Contentixx). Das habe ich dann mit der Agentur weitergeführt. Ich bin also im Kern Online-Marketer mit einem starken Faible für Events. Was jahrelang super lief, wurde mit Corona auf Null gesetzt. Keine leichte Situation. Aber unter Druck entstehen manchmal auch Diamanten.

Wir haben die ganze Situation am Event-Markt hinterfragt und alle Möglichkeiten zusammengetragen, die uns zur direkten Verfügung standen. Das war in erster Linie KnowHow, Personal und Geld. Hier kamen dann auch Zufälle ins Spiel. Wir hatten im Grunde unbewusst eine hohe Kompetenz in 3D Design in der Agentur aufgebaut. Im September 2019 hatten wir daraus schon die Idee entwickelt, eine virtuelle Stadt zu erschaffen, die wir als Identifikationsraum für Facebook Ads nutzen können.

Genau diese Idee nutzten wir dann, um darauf die Event-Welt als virtuelles Angebot abzubilden, um also die ODC zu entwickeln.

Welche Ziele verfolgst Du konkret mit der ODC?

Wir wollen mit der ODC eine virtuelle Marketing-Plattform anbieten. Der Begriff „Event“ trifft es vielleicht am Ende nicht richtig, weil es die falschen Erwartungen schürt. Event ist aber dennoch ein Teil der Idee. Im Grunde geht es um drei Ziele.

Zunächst einmal wollen wir eine Plattform schaffen, die dauerhaft verfügbar ist. Ich bin der Überzeugung, dass bei Online-Angeboten nicht mehr die Veranstalter über die Zeit bestimmen sollten, sondern der Nutzer selbst. Mit dieser ständigen Verfügbarkeit entsteht auch die Möglichkeit der dauerhaften Erweiterung und Verbesserung. Ein Vorzug, den man als Offline-Veranstalter nicht hat.

Dann wollen wir aber auch eine virtuelle Plattform erschaffen, die einen Identifikationsraum bietet. Einen Identifikationsraum, der Produktangebote (analog zur Messe früher), Themen-Sessions (analog zu Konferenzen früher), Content-Snacks (analog zu Tipps aus Gesprächen), Workshops, Unterhaltung und Inspiration angeboten werden. Unser Ziel ist es, interessierten Menschen eine Orientierung in dem allgemeinen Überangebot von Inhalten in einer alternativen Darstellungsform anzubieten.

Zu guter Letzt ist es uns wichtig, diese Angebote multiperspektivisch anbieten. Marketing-Ideen entstehen – so jedenfalls sehe ich das – nicht, indem ich nur meine Welt sehe, sondern indem ich Verbindungen schaffe. Neue Ideen entstehen, indem ich mich auch mit Perspektiven und Ideen auseinandersetze, die auf den ersten Blick vielleicht gar nicht viel mit meinem unmittelbaren Arbeitsfeld zu tun haben. Darum ist es unser Anliegen, möglichst viele Perspektiven in der ODC zusammenzubringen.

Wir haben die ODC bereits gestern zum Kick-Off besucht und waren beeindruckt! Wie viele Menschen arbeiten aktuell am Projekt und wie viel Zeit habt Ihr da bereits reingesteckt?

Wir arbeiten seit April 2020 mit fünf festen Mitarbeitern und zwei Freelancern an dem Projekt. Da kommen schnell ein paar tausend Arbeitsstunden zusammen.

Wer ist Deiner Meinung nach die Zielgruppe für die ODC?

Im Grunde sind es alle Menschen, die im Marketing Orientierung, Lösungen und übergreifende Inspiration suchen. Entscheider, Einsteiger, Spezialisten oder Generalisten? Egal. Für uns sind Menschen multiperspektivische Wesen, und in der Kommunikation gibt es nicht nur „den einen Weg“. Alles verbindet sich miteinander. Alles ist komplex. Die ODC soll das auch besonders betonen. Im Marketing – und auch überall sonst – gibt es keine einfachen Lösungen für komplexe Themen. Schnell, einfach und kostenlos sind Illusionen, die dich deinem Ziel nicht wirklich näherbringen.

Warum sollten sich Kunden unbedingt Eintrittskarten für die ODC holen, und welches Ticket ist das Richtige?

Leute sollten sich unbedingt ein Ticket holen, wenn sie an einer neuen Lern-Lösung in der digitalen Welt interessiert sind. Wir garantieren, dass es dort in Zukunft Lösungsangebote geben wird, die es in der Form und in der Präsentation noch nicht gab. Mit 59,90 € für ein Jahresticket haben wir auch einen aus unserer Sicht sehr attraktiven Preis am Start.

Warum sollten sich Firmen unbedingt einen Store auf der QDC sichern, und was kostet das überhaupt?

Uns war wichtig, dass wir den Kapitaldruck, und damit den massiven Leaddruck, soweit es geht aus dem Spiel nehmen. Ein Store kostet ab 1.250 € pro Jahr. Da ist man mit einem echten Lead oder einem neuen Mitarbeiter im Jahr schon schnell im positiven Bereich.

Das Angebot beinhaltet unser Store-Template. Wir können auf Wunsch aber auch eigene Shop-Designs entwickeln. Teilweise gibt es diese ja schon in der ODC.

Welche Features sind für die Zukunft noch geplant?

Wir haben zu Beginn unserer Arbeit das Thema Networking aus der Gleichung rausgenommen. Nach meiner Meinung gibt es da aktuell keine befriedigende Lösung im Digitalen – warum also sollten wir dann gerade da unsere Kraft hinlenken. Aber ist das Thema Networking deshalb unwichtig? Nein! Wir haben jetzt die Stadt erschaffen – und docken das an Kommunikation an, was uns sinnvoll erscheint. Dazu wird es im Food Court in Q1/2021 gemeinsame Erlebnis-Events geben, bei denen es nicht um das Marketing geht, sondern um alltägliche Themen wie Kochen oder so. Wir wollen das wirkliche Kennenlernen fördern, und nicht Sachen wie „30 Leute in 30 Minuten“ machen.

In Planung sind auch Chat, Discord und Live-Events in der ODC. Neben dem Ausbau der Inhalte in den Distrikten wird es genau hier viele Angebote und Tests geben, um schließlich eine optimale Lösung dauerhaft anbieten zu können.

Eines ist klar. Das, was wir machen, ist Pionierarbeit. Wir müssen unsere Lösungen selbst testen und finden. Alle, die nach schnellen Lösungen rufen, haben nicht erkannt, dass sie ein Teil ihres eigenen Problems sind.

Lieber Marco, vielen Dank für das Interview und die ausführlichen Antworten! Wir werden die ODC mit Sicherheit weiterhin begleiten und wünschen Dir mit dem gesamten klick.news-Team ganz viel Erfolg!

Interesse mal in die ODC-World reinzuschnuppern? Dann hier entlang zu ODC-Webseite.

ODC Schnupper-Tickets

Kein Problem: Du kannst Dir ganz bequem und unverbindlich ein 2-Stunden-Schnupper-Ticket für die ODC.world holen und Dir das Ganze erst mal in Ruhe anschauen:

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